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Zukunft des Gesundheitswesen


Gesundheitswesen

Studie sagt deutlich mehr Pflegefälle voraus

Im deutschen Gesundheitswesen ist einer Studie zufolge mehr Wettbewerb nötig, um für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Bisher setze die Politik zu stark auf Regulierung und schmälere damit die Wachstumschancen dieses wichtigen Wirtschaftszweiges, lautet das Fazit einer Untersuchung der Allianz und ihrer Tochter Dresdner Bank.

Die Zahl der Beschäftigten werde daher trotz des wachsenden Anteils älterer Menschen und trotz steigender Ausgaben insgesamt in den nächsten Jahren kaum zunehmen. Für Kliniken erwarten die Ökonomen durch die Fallpauschalen und private Wettbewerber im Gegenteil einen deutlichen Rückgang der Stellenzahlen, vor allem in der Verwaltung.

Darüber hinaus rechnen Allianz und Dresdner mit der Herausbildung neuer Versorgungsformen. Dazu gehörten Netzwerke aus Ärzten und Krankenhäusern sowie Ärzte verschiedener Fachrichtungen. Die Zahl der Pflegebedürftigen werde bis zum Jahr 2020 um 35 Prozent steigen. Angesichts des absehbaren Kostenanstiegs müsse die Finanzierung reformiert werden.

FR 29.7.2004


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