POTENZPILLE FüR FRAUEN
Experten werfen Industrie Geldmacherei vor


PARIS, 3. Januar (afp). Wissenschaftler haben die geplante Entwicklung einer Potenzpille für Frauen nach dem Vorbild von "Viagra" als reine Geldmacherei kritisiert. Nach dem Erfolg der Männer-Potenzpille habe die pharmazeutische Industrie in der Hoffnung auf weitere lukrative Einnahmen eine Krankheit namens "weibliche Impotenz" schlichtweg erfunden, heißt es in einem Beitrag in dem Fachmagazin British Medical Journal.

Medizinische Untersuchungen, wonach angeblich 43 Prozent aller Frauen an "Impotenz" leiden, seien nicht ernst zu nehmen, heißt es in dem Beitrag. Die Forscher seien von der Pharmaindustrie mitfinanziert worden. Oft seien Stress, Erschöpfung oder einschüchterndes Verhalten der Männer Grund für die Empfindungslosigkeit beim Sex.

FR vom 4.1.2003