TIPP: GRUNDSICHERUNG
Neue Leistung für Senioren

Vom 1. Januar an gibt es eine neue eigenständige Sozialleistung: Die bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Rentenversicherer haben mittlerweile die meisten Rentner angeschrieben, deren Einkünfte unter dem Betrag von 844 Euro monatlich liegen, doch vielen ist noch unklar, ob sie einen Anspruch haben oder nicht. Prinzipiell haben den alle Bundesbürger, die mindestens 65 Jahre alt oder voll erwerbsgemindert und über 18 Jahre sind, sofern sie ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können.

Die Höhe der Grundsicherung orientiert sich am Regelsatz der Sozialhilfe zuzüglich 15 Prozent zur pauschalen Abgeltung einmaliger Leistungen.

Beispiel: Ein Alleinstehender mit einer Miete von 250 Euro, Heizkosten von 50 Euro und einer Rente von 400 Euro hat einen Anspruch von 293 (Regelsatz der Sozialhilfe für die Mehrzahl der Bundesländer) plus 43,95 (Zuschlag von 15 Prozent) plus 250 (Miete) plus 50 (Heizkosten) abzüglich 400 Euro (eigenes Einkommen). Dem Rentner stehen damit zusätzlich 236,95 Euro Grundsicherung zu.

Angenommen es handelt sich stattdessen um ein Ehepaar, bei dem sie 150 Euro Rente erhält. Dann erhöht sich der Anspruch um 234 Euro (Sozialhilfesatz für die zweite Person im Haushalt) plus 43,95 (15 Prozent vom Satz des "Haushaltsvorstands") abzüglich 150 Euro (eigenes Einkommen). Das ergibt zusätzlich 127,95 Euro für sie beziehungsweise 364,90 für beide zusammen.

Zum eigenen Einkommen gehören auch Lohn, Wohngeld, Ehegattenunterhalt, Zinsen und sonstige Kapitaleinkünfte. rb
FR 1.1.2003