BM Online 

Literatur von - für - über Frauen mit Behinderung


Eine Bibliographie
Zweite, aktualisierte Auflage
Erstellt von Birgit Schopmans und Andrea Scherer
Herausgegeben vom Hessischen Koordinationsbüro für behinderte Frauen, Jordanstr. 5, 34117 Kassel, Tel.: 0561/ 72 88 522, Fax: 0561/ 72 88 529
Stand: 31.1.96 (sowie Aktualisierung)


Wegen des Umfangs dieser Bibliographie haben wir sie in Abschnitte unterteilt.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 

Lebensbedingungen behinderter Frauen 

Veröffentlichungen hierzu befassen sich mit der gesellschaftlichen Situation behinderter Frauen allgemein, einer Situation, die von der Mehrfachdiskriminierung als Behinderte gegenüber Nichtbehinderten und als Frau gegenüber Männern (oder männlich bestimmten Strukturen) geprägt ist.

(Auto­)Biographisches, Belletristik

Erfahrungsberichte, Portraits, Erzählungen etc. bieten einen persönlicheren Zugang zur Thematik an.

Sozialisation behinderter Mõdchen

In Veröffentlichungen zur Sozialisation wird deutlich, daß behinderte Mädchen schon früh lernen, ihre Behinderung abzulehnen und ihre Weiblichkeit zu ignorieren. Neben Analysen finden sich hier auch Konzepte und Berichte der Sozialarbeit mit behinderten Mädchen.

Weibliche Identität

meint den Themenkomplex, der Behinderung und weibliches Selbstverständnis (bzw. Weiblichkeitsrolle) zum Inhalt hat. Kennzeichnend für die neuere Diskussion ist die Suche nach einer Weiblichkeit jenseits der vorherrschenden Normen, aufgrund derer behinderte Frauen häufig als geschlechtslose Wesen angesehen werden. Auch Literatur zum Körperbewußtsein und zum Verhältnis von 'nichtbehinderter' und 'behinderter' Frauenbewegung ist hier eingeordnet.

Lesbisch und behindert

Aufgrund ihrer Randstellung sowohl in der Behinderten­ als auch in der Lesbenszene haben lesbische Frauen mit Behinderung begonnen, sich zu organisieren und zur Selbsthilfe zu greifen. Ein besonderes Thema ist auch hier das Verhältnis zwischen nichtbehinderten und behinderten Frauen bzw. die Forderung, innerhalb der Frauen­Lesben­Zusammenhänge wahrgenommen und berücksichtigt zu werden.

Partnerschaft und Sexualität

Für nichtbehinderte Frauen selbstverständliche Erfahrungen mit Partnerschaft und Sexualität machen behinderte Frauen seltener. Publikationen in diesem Bereich befassen sich unter anderem mit den Hintergründen dafür, daß behinderte Frauen auf dem "Beziehungsmarkt" weniger Chancen haben als behinderte Männer, oder mit dem Recht behinderter Frauen auf gelebte Partnerschaft auch in Heimsituationen.

Behinderte Mütter

Die Situation behinderter Mütter rückt erst allmählich ins Blickfeld. Viele behinderte Mütter haben immer noch dagegen zu kämpfen, daß ihnen die Kompetenzen für die Kindererziehung abgesprochen werden. Obwohl wir meinen, daß Mutterschaft und Arbeit im Haushalt nicht zwangsläufig miteinander verknüpft sind, haben wir in diese Rubrik auch Veröffentlichungen zum Thema Hausarbeit mit einbezogen.

Sexuelle Gewalt gegen behinderte Mädchen und Frauen

Die Tatsache, daß Frauen mit Behinderung häufig als "Neutren" angesehen werden, schützt sie in keinster Weise davor, Opfer sexueller Übergriffe zu werden. Nur wird ihren Berichten darüber noch weniger geglaubt, da "diese Frauen ohnehin niemand anrühren würde".

Humangenetik

Der Themenkomplex von Eugenik, Bevölkerungspolitik, Gentechnik, pränataler Diagnostik und der Form des Paragraphen 218 ist für behinderte Frauen besonders relevant. Denn gerade bei ihnen werden die Möglichkeiten der Humangenetik genutzt, um die Geburt behinderter Kinder zu verhindern. Dementsprechend wird einer Frau mit Behinderung im Gegensatz zu nichtbehinderten Frauen sehr schnell eine Abtreibung oder sogar Sterilisation nahegelegt.

Erwerbstätigkeit

Unter diesem Stichwort sind Analysen, Forderungen und Konzepte zur besonderen Situation behinderter Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Im Vergleich zu behinderten Männern beispielsweise sind wesentlich weniger behinderter Frauen auf dem Arbeitsmarkt vertreten.

Ambulante Hilfen, Persönliche Assistenz

Für eine individuelle Lebensführung ist es notwendig, daß behinderte Frauen Art und Umfang erforderlicher Hilfeleistungen selber bestimmen können. Dazu gehört auch das Recht auf gleichgeschlechtliche Assistenz.

Selbsthilfe

Unter diese Rubrik haben wir die Publikationen über Projekte, Initiativen und Strategien etc. gefasst, in denen behinderte Frauen gemeinsam für die Durchsetzung ihrer Bedürfnisse und Grundrechte kämpfen, sich für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einsetzen und Stärke entwickeln ­ vom Selbstverteidigungskurs bis zu frauenspezifischen Forderungen an Gleichstellungsgesetze.

Sonstiges

Anhang:

Zeitschriftenverzeichnis

Bibliotheken, Archive, Literaturdokumentation


Literaturergänzungsliste - Stand: Februar 1997

Archivliste (beim Koordinationsbüro vorhandene Bücher, Diplomarbeiten etc.)