BM Online 

Veranstaltung
zum Ausstellungsabschluß von Carole aus der Norm
Anneliese Mayer:
Frauen mit Behinderung sichtbar machen


Eine der wichtigsten Aufgaben der Neuen Frauenbewegung war es, die Geschichte der Frauen neu zu entdecken und zu schreiben. Keine Geschichtsschreibung mehr, die ausschließlich Männer als Handelnde vorstellt und in der Frauen eine passive, unbedeutende Rolle zugeschrieben wird. Es galt die "andere Geschichte" auszugraben. Frauen, die vielen in der Gegenwart ein Vorbild sein können an Mut, Einfallsreichtum, an Unkonventionalität etc. Bei genauerem Hinsehen jedoch erkennt frau, daß kaum Frauen mit Behinderungen beschrieben werden, die eine Abweichung zeigen, zu der ihnen herkömmlicher weise zugedachten Rolle des leidenden und abhängigen Wesens. Gibt es keine Frauen mit Behinderung in der Geschichte, die selbständig und in ihrem Leben erfolgreich waren und sind? Muß zwangsläufig eine behinderte Frau ihre körperlichen oder psychischen Einschränkungen verleugnen, um als Frau gesehen zu werden und Anerkennung von beiden Geschlechtern zu finden?

Ich möchte diesen Fragen nachgehen, indem ich zuerst aufzeige, wie Mädchen und Frauen mit Behinderungen in Märchen- oder Kinderbüchern dargestellt werden. Daneben möchte ich Biographien von "berühmten" Frauen vorstellen, für die beide Merkmale ihrer Person - sowohl Frau als auch die Behinderung - zeitlebens ein Thema war.

Vortrag

Sonntag, 25.04.1999

16.00 Uhr (B-15)

Zum Ausstellungsabschluß von Carole aus der Norm