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(Bio-) Ethik


Präimplantationsdiagnostik (PID)

VdK kritisiert Ethikrat

PID kann zu Selektion und Diskriminierung führen VdK-Präsident Walter Hirrlinger hat die Mehrheitsentscheidung des Nationalen Ethikrats für Präimplantationsdiagnostik (PID) und gegen Klonen bedauert. Mit dieser Entscheidung begebe sich der Ethikrat auf gefährliches Terrain. Die PID könne zu einem standardisierten Verfahren werden und damit zu Kriterien über lebenswertes oder unwertes Leben führen. Dies lehne der VdK strikt ab. Auch wenn man mit einer Liste der schwersten Krankheiten die Anwendung der PID gestatten wolle, würde dies eine Diskriminierung behinderter Menschen bedeuten. Nach wie vor gelte, dass Experimente mit adulten Stammzellen ausreichten, um in Zukunft schwere Krankheiten heilen und die Funktion verschlissener Organe wiederherstellen zu können.

Aus: vdk-Zeitung März 2003; Seite 1


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