EJMB 2003 

Überblick: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003


2003

das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen

Assistenz
Schlüssel zur Selbstbestimmung behinderter Menschen
am 29. und 30. April 2003 in Mainz
ISL - ForseA - ZsL Mainz

Sehr geehrte Damen und Herren,

Assistenz ist ein wichtiger Schlüssel zur Selbstbestimmung behinderter Menschen, die auf personelle Hilfen angewiesen sind. Mit Assistenz können die Ziele des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen "Teilhabe verwirklichen, Gleichstellung durchsetzen und Selbstbestimmung ermöglichen" von den betroffenen Menschen erreicht werden.

Für viele Betroffene ist es jedoch sehr schwierig, ihre individuellen, bedarfsdeckenden Assistcnzieistungen zu sichern. Die Einschränkung des Vorrangs ambulanter Hilfen (z.B. § 3, 3a BSHG) und die Zuständigkeit von mehreren Rehabilitationsträgern mit unterschiedlichen Begutachtungskriterien sind nur zwei der Ursachen.

Wir wollen mit unserer Tagung den Rahmen für einen Austausch zwischen den Menschen bieten, die in diesem Bereich engagiert bzw. davon betroffen sind. Darüber hinaus wollen wir im Dialog, unter anderem mit Verantwortlichen von Politik und Verwaltung ermöglichen, die verschiedenen Positionen anzunähern und einen Impuls zu politischen Reformen zu geben.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Veranstaltung mit zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Veranstalter

Wir bedanken uns für die Unterstützung:

Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

Tagungsprogramm

Dienstag, 29.04.2003

10:00 bis 12:00 Uhr Diskussion in Foren
bis 12:00 Uhr Anreise und Anmeldung
12:30 Uhr Begrüßungen
- Jens Beutel, Oberbürgermeister der Stadt Mainz
- Uwe Frevert, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL tV.
Neue Weg zur Unterstützung behinderter Menschen im 5GB IX
Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sichrung -- angefragt
13:30 Uhr
Neue Wege für die Unterstützung behinderter Menschen auf Landesebene am Beispiel Rheinland-Pfalz Malu Dreyer, Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz
14:00 - 15:00 Uhr Pause
15.00Uhr
Persönliche Assistenz - ein Menschenrecht Elke Bartz, Vorsitzende des Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.)
15.30 Uhr
Rechtliche Grundlagen für den Anspruch auf Persönliche Assistenz
Dr. Andreas Jürgens, MdL, Sprecher des Forums behinderter Juristinnen und Juristen
16.00 Uhr
Möglichkeiten der Finanzierung eines Anspruchs auf persönliche Assistenz
N.N. Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
16.30-17.30 Uhr Diskussion
19.00 Uhr Abendessen und Abendveranstaltung

Mittwoch, 30.04.2003
10:00 bis 12:00 Uhr
Diskussion in Foren
F1: Umfang und Bereiche der Persönlichen Assistenz
F2: Finanzierung, rechtliche Verankerung der Persönlichen Assistenz und Kostenvereinbarungen
F3: Qualitätssicberung und -kontrolle der Persönlichen Assistenz
F4: Arbeitssituation in der Persönlichen Assistenz und Tarifverträge
F5: Beratung und Unterstützung bei der Organisation der Persönlichen Assistenz
12.00 - 13.30 Uhr Mittagessen
13.30 - 14.30 Uhr Berichterstattung aus den Foren
14.30 - 16.00 Uhr
Eckpunkte für eine faire Assistenz - Podiumsdiskussion
- Vertreterin des Städte- und Landkreistages, N.N.
- Dr. Hartmut Haines, Vertreter des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
- Hubert Seiter, Direktor der LVA Baden- Württemberg
- Elke Bartz, Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
- Dr. Andreas Jürgens, Forum behinderter Juristinnen und Juristen
- Moderation Andreas Winkel, Hessischer Rundfunk
16:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Persönliche Assistenz

Persönliche Assistenz ist mehr als nur irgendeine ambulante Dienstleistung unter anderen. Ihr Konzept beinhaltet den Wechsel von entmündigender Versorgung zu einer Hilfe für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben.

Das medizinische Modell der Pflege muss durch das soziale Modell der persönlichen Assistenz ersetzt werden.

Hilfeleistungen müssen dabei die Selbstbestimmung der Betroffenen ermöglichen, ihrem individuellen Bedarf entsprechen und in einer von ihnen gewählten Umgebung erbracht werden.

Die Hilfe muss Aktivitäten außerhalb der Wohnung ermöglichen, Kommunikationsbedürfnisse befriedigen, sowie auch die Anleitung, Unterstützung und Begleitung

Persönliche Assistenz muss dort möglich sein, wo sie benötigt wird

Persönliche Assistenz umfasst auch die erforderliche Unterstützung behinderter Eltern bei der Versorgung und Erziehung ihrer Kinder.

Assistenz ist also jede Form der persönlichen Unterstützung, damit behinderte Menschen so gleichberechtigt am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können, wie es für jeden nichtbehinderten Menschen selbstverständlich ist.

Zielgruppen

Menschen mit und ohne Behinderungen
Betroffenenverbände
politisch Verantwortliche
MitarbeiterInnen aus Verwaltungen
sonstiges Fachpublikum

Veranstaltungsort
Congress Centrum Mainz, Rheingoldhalle,
Rheinstraße 66, 55116 Mainz am Rhein.

Kosten

Teilnehmerbeiträge werden nicht erhoben.
Kaffee und Kuchen, ein Abendbuffet am 29. April und ein Mittagessen am 30. April sind ebenfalls kostenfrei.

Unterkunft
muss selbst organisiert werden, ein Unterkunftsverzeichnis ist bei ISL e.V. erhältlich. Anmeldung

Ihre formlose Anmeldung senden Sie bitte bis spätestens 04.April 2003 an:
ISLe.V.
Hermann-Pistor-Straße 1
07745 Jena
Telefon: 0364 1/234795
Fax 03641/396252
eMail: assistenztagung @ isl-ev.org


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