Hilfe und Pflege 

Pflege sichert höheren Anspruch


Wer sich um einen schwerkranken Angehörigen (oder Nachbarn) pro Woche mindestens 14 Stunden lang kümmert und dafür allenfalls dessen Pflegegeld bekommt, wird kostenfrei rentenversichert. Dies geschieht aber nicht automatisch; erforderlich ist ein Antrag bei der Pflegekasse der bedürftigen Person.

Je nach Pflegestufe und Umfang des Einsatzes (maximal Etappe III und höchstens28 Wochenstunden) kann die spätere Rente pro Jahr der Betreuung in der Spitze um 35 (neue Länder: 29) Mark monatlich steigen.

Das hört sich relativ bescheiden an. Doch der Wert einer solchen Rentengutschrift kann eher ermessen werden, wenn die Beiträge, die normalerweise für solche Anwartschaften aufzubringen sind, ins Verhältnis gesetzt werden: Ein Beschäftigter, der dieselben Ansprüche erwerben will, muß monatlich bis zu 693 (im Osten 591) Mark aufbringen - und sein Arbeitgeber ebenfalls.

Für die Pflegekräfte leistet dies in voller Höhe die Kasse. Sie sind außerdem noch (ebenfalls ohne eigene Beiträge) gesetzlich unfallversichert. bü

FR 28.2.98