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katheterisierbares Kondom


Inkotech präsentiert katheterisierbares Kondom

Kuki kann kathedern

Vor über 30 jahren trat das Urinalkondom seinen Siegeszug in der Versorgung inkontinenter Männer an und verschaffte ihnen eine erheblich bessere Lebensqualität. Seitdem sind zwar die verwendeten Materialien weiterentwickelt worden, das Prinzip blieb aber weitestgehend gleich: Das Urinalkondom hat als geschlossenes System eine rein ableitende Funktion. Sobald andere Betätigungen, wie zum Beispiel das Katheterisieren durchgeführt werden sollen, muss das Kondom entfernt und anschließend ein neues wieder angeklebt werden. Das bedeutet nicht nur einen erheblichen Aufwand an Material und Zeit, sondern kann auf Dauer auch zu Schäden an der Haut führen.

Auf der REHACare wird die Firma Inkotech nun mit dem Kuki erstmals ein katheterisierbares Urinalkondom vorstellen. Die Grundidee bei diesem System besteht darin, dass ein Kondom-Schlauchteil, das an den Penisschaft angeklebt wird, für verschiedene Einsatzzwecke geeignet ist. Zum einen kann es so über den Penis zurückgeschoben werden, dass man bequem und problemlos katheterisieren kann. Zum anderen lässt sich über einen Kupplungsring ein Trichterteil anbringen, das die ableitende Funktion eines gewöhnlichen Kondomurinals übernimmt. Beide Funktionen können mehrmals durchgeführt werden, so dass das Kondom-Schlauchteil nur einmal täglich ausgetauscht werden muss. Sowohl der Kupplungsring wie auch der Verschlussmechanismus für das Trichterteil sind patentierte Neuentwicklungen, die nicht mit Urin in Berührung kommen und deshalb beliebig oft wieder verwendet werden können.

Ein weiterer Vorteil des Kuki ist seine einfache Handhabung. Sowohl zur Anbringung des Kondomschlauchs und des Kupplungsrings sowie zur Nutzung aller anderen Funktionen ist kein Hilfsmittel nötig. Auch Menschen mit gestörter Feinmotorik und eingeschränkter Handfunktion können Kuki deshalb selbständig benutzen. Das System ist besonders für Anwender geeignet, bei denen eine vollständige Blasenentleerung bei gleichzeitiger Reflexinkontinenz nicht möglich ist. Aber auch querschnittgelähmte Männer, die nicht katheterisieren müssen, können von Kuki profitieren. Betrachtet man das System als Miniurinal, kann man es auch immer dann nutzen, wenn man zwar „dicht", aber nicht an den Beinbeutel angeschlossen sein will, also etwa beim Schwimmen oder beim Tragen von Shorts. Auch Prostata- patienten sowie inkontinente Patienten, die weitgehend bettlägerig sind, können die Vorteile des Kuki-Systems nutzen. Beim Umbetten, Katheterisieren oder bei ärztlichen Untersuchungen kann einfach das Trichterteil abgenommen, ausgewaschen und nach dem Trocknen wieder verwendet werden.

Nähere Informationen zum Kuki gibt es bei Inkotech GmbH,
Gartenstraße 10,
76133 Karlsruhe,
Tel.: 0721/38456-0,
Fax: 0721/38456-10,
Internet: www.inkotech.de,
E-Mail: info@inkotech.de

aus: handicap 3/2003, S. 55


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