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PHV: 25jähriges Bestehen


Stiftung betreut 4020 chronisch Nierenkranke

BAD HOMBURG. Die gemeinnützige Stiftung "Patienten-Heimversorgung" (PHV) in Bad Homburg begeht am 19. November ihr 25jähriges Bestehen.

Eine Blutwäsche dauert drei bis fünf Stunden, drei Sitzungen pro Woche sind in der Regel erforderlich, und viele der Kranken warten über Jahre auf eine Spenderniere. Diesen Menschen, deren Nierenfunktion chronisch gestört ist oder vollends versagt, das Überleben zu ermöglichen und das Leiden zu erleichtern, ist das Ziel der "Patienten-Heimversorgung" (PHV) in Bad Homburg. Die 1973 gegründete Stiftung betreut nach Angaben ihres Geschäftsführers Tilmann Gefers (58) derzeit mit mehr als 1300 Beschäftigten bundesweit 4020 chronisch Nierenkranke; sie ist damit die zweitgrößte ihrer Art in Deutschland. Die Blutreinigung mit der "künstlichen Niere" findet überwiegend in 57 Dialysezentren zwischen Flensburg und Singen statt.

Rund 360 Patienten werden mit Hilfe von Familienangehörigen zu Hause behandelt. Die Heimdialyse stand laut Gefers am Anfang im Vordergrund der Stiftungstätigkeit, habe sich aber für viele Patienten als ungeeignet erwiesen. Heimdialyse setze eine ansonsten gute Gesundheit des Patienten, eine hohe Fähigkeit zur Kooperation, die Unterstützung durch Angehörige und den nötigen Platz voraus, sagt Gefers. Für die Dialyse werde ein eigener, laborähnlich ausgestatteter Raum benötigt. Wo diese Bedingungen erfüllt seien, stelle die Patienten-Heimversorgung das mehr als 30 000 Mark teure Gerät samt Hilfsstoffen und Medikamenten zur Verfügung und rechne mit der Krankenkasse ab. Sonst müsse der Kranke in ein Dialysezentrum fahren. che

 

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Copyright © Frankfurter Rundschau 18.11.1998


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