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dpa-Meldung


Karlsruhe (dpa) - Behinderte Kinder haben in Deutschland keinen grundsätzlichen Anspruch darauf, gemeinsam mit nichtbehinderten Schülern unterrichtet zu werden.

Mit einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung wies das oberste deutsche Verfassungsgericht die Beschwerde eines querschnittgelähmten Mädchens aus Niedersachsen zurück.

Die Schülerin hatte sich gegen ihre Überweisung von einer Integrierten Gesamtschule an eine Sonderschule gewandt. Das Land Niedersachsen sei zwar grundsätzlich zur begabungsgerechten Förderung von behinderten Kindern verpflichtet, heißt es in der Begründung. Allerdings könne das Land insoweit von der Einführung eines gemeinsamen Unterrichts absehen, als es aus organisatorischen, personellen oder finanziellen Gründen unvertretbar erscheine. ©dpa 29 Okt 97