BMO 

Überblick: Bauen und Wohnen


DIN - Norm für Betreutes Wohnen geplant

Der Begriff „Betreutes Wohnen" ist bisher nicht rechtlich geschützt. Das Deutsche lnstitut für Normung (DIN) arbeitet derzeit an einer Dienstleistungsnorm für die Wohnform „Betreutes Wohnen für Senioren". Die geplante DIN - Norm soll als Richtlinie für Pflege, Service und bauliche Voraussetzungen in Senioreneinrichtungen im Bereich „Betreutes Wohnen" dienen. Im Jahr 2006 soll das Projekt abgeschlossen sein.

In vielen Einrichtungen für Betreutes Wohnen gibt es sehr unterschiedliche Standards, die Bedingungen entsprechen vielfach nicht den Anforderungen an eine angemessene Seniorenbetreuung. Es fehlt bislang an bundeseinheitlichen Mindeststandards. Der Begriff „Betreutes Wohnen" ist bislang rechtlich nicht geschützt, und anders als in Altenheimen in denen strenge Auflagen des Bundesheimgesetzes gelten, sind beim Betreuten Wohnen keine gesetzlichen Mindeststandards definiert.

An den Normungsvorhaben sind Experten aus Verbänden, Hochschulen und Beratungseinrichtungen beteiligt, sowie kirchliche Betreuungsorganisationen und Dienstleistungsanbieter. Das Projekt war 2002 auf Anregung von Verbraucherverbänden initiiert worden.

Auch wenn Mindeststandards sicher ganz hilfreich sein können, fragt man sich, wann denn endlich die Betroffenen direkt in solche Normungsvorhaben eingebunden werden. (Anmerkung der Redaktion)

Aus: club-aktiv, Mai/Juni 2005, S. 5

Club Aktiv e. V., Selbsthilfe Behinderter und Nichtbehinderter, Schützenstr. 20, 54295 Trier, Tel.. 0651 - 97 85 90


BM-Online