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Auto - wozu?



Ich lebe in der Großstadt, und ich lebe gerne hier. Ich habe direkt vor der Haustür die Straßenbahnhaltestelle, und wenige Meter weiter ist Bushaltestelle und U-Bahnstation.

Hier in Frankfurt haben wir, wie andernorts, lange für einen barrierefreien Nahverkehr gekämpft, und immerhin zeigt dies erste Früchte: eine Straßenbahnlinie ist mit Niederflurfahrzeugen bestückt, die eine ausfahrbare Rampe als Einstiegshilfe haben, ein Dutzend Buslinien ist ebenfalls benutzbar (Niederflurbusse mit Hebebühne), und an einer ganzen Reihe von U- und S-Bahn-Stationen gibt es Aufzüge bzw. Rampen an den oberirdischen Haltestellen, und all das nutze ich ausgiebig mit und ohne Begleitung. Trotzdem steht ein Auto in der Garage - aber in 5 Jahren hat es gerade mal 70.ooo km hinter sich. Davon war der größte Teil Fernfahrten, seien es Messebesuche, seien es Urlaubsfahrten. Da war ich über den Kombi sehr froh: 5 Personen, 2 Rollstühle plus 2 Minitracs war bisher das Maximum. Aber auch sonst bin ich immer wieder in der Situation, neben Gepäck und Unterlagen auch verschiedene Hilfsmittel (minitrac, efix, Scalamobil...) mitnehmen zu wollen bzw. zu brauchen.

Fernreisen könnte ich natürlich auch mit dem Zug machen. Bloß: wie komme ich nach der Ankunft vom Bahnhof zu meinem Ziel? Barrierefreien öffentlichen Nahverkehr gibt es noch allzu selten...

Petra Rieth


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